Vom Agenturalltag zum Start-up – ein Rückblick.

Seit August 2020 ist Lynn offiziell im Team von EinBlick und RETERNITY – aber wie kam das eigentlich? Und wie ist es, von einer klassischen Werbeagentur mit einer 40-Stunden-Woche in ein Start-up zu kommen und auf einmal Teil einer Marketing Agentur zu sein?


Was hast du vorher gemacht?

Nach meinem Abi 2017 habe ich im Sommer eine Ausbildung zur Mediengestalterin im Fachbereich Print begonnen. In der Agentur, die mich ausgebildet hat, war ich eigentlich immer relativ zufrieden. Ich hatte gut zu tun, die Kollegen waren nett und ich habe mich im Großen und Ganzen wohlgefühlt. Als ich dann im Sommer letzten Jahres meine Abschlussprüfung erfolgreich abgeschlossen hatte, kam die Nachricht, dass ich nicht übernommen werden würde. Grund dafür: Corona und mein geplantes Studium im Oktober. Das ließe sich mit einer Stelle als Werksstudentin nicht vereinbaren. Im Nachhinein bin ich froh drum, denn der Weg, den ich jetzt eingeschlagen habe, hat mich persönlich und beruflich so viel weitergebracht als es mich endlos viele Stunden in der Agentur jemals hätten. 

Als ich dann im Sommer mit meiner abgeschlossenen Ausbildung dastand, hat sich die perfekte Möglichkeit ergeben, bei RETERNITY und EinBlick die Grafik zu übernehmen.


Was ist anders als in der Agentur?

Schon nach wenigen Tagen im Team war mir klar, dass dieser Job alles andere als ein klassischer Minijob neben dem Studium ist. Mit meiner Tätigkeit bei EinBlick habe ich jetzt den direkten Vergleich: von 40-Stunden Agenturalltag in einer klassischen Werbeagentur zu Werksstudententätigkeit in einem Start-up.

Als erstes wurde mir bewusst, wie wenig mir das Ausmaß von digitalem Marketing und E-Commerce eigentlich klar war. Da ich während meiner Ausbildung nur auf den Bereich Print fokussiert war und auch keine Berührungspunkte mit Online Marketing hatte, wusste ich gar nicht, was das eigentlich für ein großes Thema ist und was für Möglichkeiten sich dadurch ergeben. 

Außerdem war ich anfangs mit der Verantwortung völlig überfordert. Während in meinem alten Job jeder Schritt doppelt abgesegnet werden musste, kein Post bei Instagram ohne dreifache Korrektur online ging und Azubis wenig alleine verantworten durften, war ich jetzt auf einmal ganz auf mich allein gestellt. Plötzlich konnte ich selbst entscheiden, was gepostet oder wie ein Projekt gestaltet werden soll. 

Durch die übertragene Verantwortung war mir schnell klar, dass die Jungs mir blind vertrauen und wollen, dass ich Entscheidungen allein treffe – schließlich bin ich jetzt Teil des Teams! Ich merkte schnell, dass meine Meinung und meine Expertise wertvoll sind und ich das Team mit meinem Wissen voranbringen kann. Auf einmal machte mir die Arbeit Spaß wie nie zuvor, was vor allem daran lag, dass Tom und Lauren mich enorm wertschätzen und mir das auch immer wieder zeigen. Nach vollgepackten Arbeitstagen gibt es abends zusammen ein Feierabendbier, wir bestellen gemeinsam Essen, nachdem wir stundenlang Pakete gepackt hatten, Kollektionen werden mit Grillabenden gefeiert – unsere harte Arbeit wird immer wieder belohnt. Alle zusammen haben ein Ziel vor Augen und arbeiten gemeinsam darauf hin. 


Auch jetzt, wo unser Team gewachsen ist und wir immer mehr Leute werden, haben alle die gleiche Vision und ziehen an einem Strang. Durch Workshops und Teamevents stärken wir unseren Zusammenhalt und halten uns immer wieder vor Augen, was wir gemeinsam erreichen wollen.


Was hast du gelernt während der Zeit im Startup?

Was die Zeit für mich so besonders gemacht hat, ist vor allem der Punkt, dass ich gelernt habe, dass man mit Freunden etwas Großes erschaffen kann. Die Dynamik im Team ist nicht zu vergleichen mit dem kollegialen Verhältnis in einer mittelgroßen Agentur. Durch ständige Kommunikation und extrem strukturierte Arbeit sind wir trotz Homeoffice und teilweise großer Entfernung immer perfekt vernetzt und wissen, was der andere gerade macht. Dinge, die im Arbeitsalltag einer größeren Agentur schnell untergehen wie Lob, gemeinsame Feiern und Wertschätzung stehen jetzt an der Tagesordnung und sorgen dafür, dass aus Arbeitskollegen Freunde werden.  

Insgesamt ist der Schritt, in ein Start-up zu gehen, für mich auf jeden Fall der richtige gewesen und ich freue mich auf die kommende Zeit!